Warum habe ich die Deutsch-Französischen Studien gewählt?

Von: Clara
Clara, Studiert DFS im 2. Jahr

Von den Deutsch-Französischen Studiengängen habe ich aus einer Zeitschrift erfahren. Ob das nun „Paris-Berlin“ oder eine andere Zeitschrift war, weiß ich nicht mehr genau, da es um ehrlich zu sein mein Mutter war, die den Artikel las und zu mir sagte: „Hey, das könnte doch was für dich sein“. Das war kurz nach dem Abitur und ich wusste bis dahin ausschließlich, dass ich „irgendetwas mit Sprachen“ machen wollte und am liebsten mit Deutsch und Französisch, da dies meine Muttersprachen sind.

Frankreich war bis dahin für mich das Land, in dem ich meine Ferien verbrachte und meine Familie besuchte. Aber nie war ich länger als einige Wochen geblieben, dabei träumte ich seitdem ich dreizehn Jahre alt war, davon dort zu leben. Ich hatte also schon längere Zeit im Hinterkopf in Frankreich zu studieren, aber vorerst verbrachte ich einige Monate in Toulouse, um das Leben in diesem Land kennenzulernen und vor allem um herauszufinden, ob Frankreich nicht nur eine Illusion für mich war, die zerplatzen würde sobald ich dort lebte.

In Toulouse setzte ich mich zum ersten Mal ernsthaft damit auseinander, welchen Studiengang ich überhaupt wählen sollte: deutsch-französisches Recht in Paris, deutsch-französische Studien in Metz oder vielleicht doch was ganz anderes in Deutschland. Letztendlich ist meine Wahl auf das deutsch-französische Studium in Regensburg und Clermont-Ferrand gefallen, denn die Mischung aus literarischen und politischen Fächern gaben mir die Möglichkeit mehrere meiner Interessenfelder abzudecken, und vor allem mehr Zeit um mir im Klaren darüber zu werden, was ich später eigentlich machen wollte.

Ich habe nicht sehr lange darüber nachdenken müssen, ob ich in Regensburg oder in Clermont- Ferrand beginnen sollte, denn mein Ziel war es mindestens genauso Französisch zu werden, wie ich Deutsch war und es schien mir logisch, dass ich dafür mehr Zeit in Frankreich benötigte. Wenn ich nun zurück schaue, glaube ich, dass es die richtige Entscheidung war. Das Extra-Jahr in Frankreich hat mir dabei geholfen viele wichtige Erfahrungen zu sammeln und meine französischen Sprach- und Kulturkenntinisse aufzubessern. Dennoch freue ich mich sehr auf das dritte Jahr in Regensburg und darauf endlich aus erster Hand die Unterschiede zwischen einer französischen und einer deutschen Universität kennenzulernen.