European Studies – Masterwahl nach DFS – ein Erfahrungsbericht

Zum Wintersemester 2012/13 begann ich mein Bachelorstudium der Deutsch-Französischen Studien an der Uni Regensburg. Meinen Auslandsaufenthalt verbrachte ich, mit acht weiteren Kommilitonen, als „Versuchskaninchen“ an der Uni in Nizza. Im Laufe meines Bachelorstudiums interessierte ich mich immer mehr für die deutsch-französischen Beziehungen, insbesondere im Bereich der Vergleichenden Politikwissenschaft. Auch meine Bachelorarbeit, die ich über die rechtsextreme und rechtspopulistische Partei Front National schrieb, hatte einen klaren politikwissenschaftlichen Schwerpunkt. So war für mich klar, dass mein Masterstudiengang ebenfalls in diese Richtung gehen sollte. Nach dem Bachelor absolvierte ich zunächst drei Praktika, im Deutsch-Französischen Institut Ludwigsburg, im Referat für Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig und im Europäischen Parlament in Brüssel.

Ich bewarb mich anschließend für den Studiengang Études Européennes an der Université libre de Bruxelles und den Doppelmaster in European Studies in Straßburg und Frankfurt(Oder). Letztlich entschied ich mich für das Doppelmasterprogramm der Sciences Po und der Europa-Universität Viadrina, da ich meinen deutsch-französischen Fokus nicht verlieren wollte und die Vorzüge eines DFH-Studiums zu schätzen wusste. Seit Oktober 2016 bin ich nun in Frankfurt (Oder), wo ich zwei Semester verbringen werde, danach werde ich von September 2017 bis Februar 2018 am Institut d’Études Politiques in Straßburg sein. Darauf folgt ein dreimonatiges Praktikum sowie die sich anschließende Masterarbeit.

In Frankfurt (Oder) habe ich vier Pflichtbereiche Wirtschaft, Recht, Politik und Kultur, aus denen ich jeweils einen Kurs absolvieren muss. Im zweiten Semester ist die Kursgestaltung dann etwas freier, es gibt deutlich mehr Auswahlmöglichkeiten. Bisher gefallen mir die Inhalte meines Studiums sehr gut, auch wenn ich sagen muss, dass die Anforderungen sehr viel höher sind als während meines Bachelorstudiums. Es ist keine Seltenheit, dass man für einen Kurs pro Sitzung 2-3 Texte à ca. 20 Seiten lesen muss und zusätzlich noch Referate hält und Exzerpte schreibt. Dadurch konnte ich mein außeruniversitäres Engagement im Deutsch-Französischen Jugendausschuss e.V. (DFJA) leider nicht in geplantem Umfang fortführen. Auch meine Kenntnisse in Methoden sind eher rar gesät, da in „meiner“ Regensburger Zeit keine Kurse dazu angeboten wurden. Hier muss ich also noch einiges nachholen. Aber insgesamt gefällt mir der Master wirklich sehr gut und ich freue mich schon auf die Zeit in Straßburg!

Lisa – DFS Jahrgang 2012/13